Sonne, Wasser, Paddelspaß – Eintauchen in die Natur

Auf dem Neckar von Eberbach nach Neckargemünd ein faszinierendes Erlebnis

Das Neckartal einmal aus der ungewohnten Perspektive auf der Wasserstraße zu entdecken, ist fast wie ein kleines Abenteuer, welches bei großen und kleinen Freizeitaktivisten Begeisterung weckt. Eine reizvolle Tagestour von ca. 6 Stunden im 4-er Canadier, die zwar etwas Kondition und Ausdauer erfordert jedoch vom Schwierigkeitsgrad einfach ist.

 

 

Die Einstiegstelle in Eberbach erreicht man bequem mit der S-Bahn oder mit dem PKW. An der Slipanlage am Neckarlauer wartet bereits ein Mitarbeiter mit dem großen Bootanhänger und richtet die notwendigen Utensilien, wie Schwimmweste, Paddel, wasserdichte Tonne und natürlich das Kanu. Nach einer prägnanten Einweisung in Technik und geltenden Verkehrsregeln kann es losgehen. Alle Mann/Frau helfen mit, legen das Kanu ins Wasser und nehmen ihre Plätze ein.

Nach wenigen Paddelschlägen hat sich das Team im Boot eingespielt und die Richtung flussabwärts stimmt. Sobald man Eberbach passiert hat taucht man ein in die Natur, entrinnt dem Alltagsstress und tankt neue Kraft. Soweit das Auge reicht grüne Hügel die sich rechts und links vom Neckar erheben, eine glatte glänzende Wasseroberfläche in der sich alles spiegelt, hier und dort eine Entenfamilie die ihre Kreise zieht – Entspannung für die Seele. In dieser Ruhe hört man das Gezwitscher der Vögel, das Geschnatter ihrer Wassergenossen viel intensiver und nimmt Sträucher sowie Bäume bewusster wahr.

Den motorisierten Schiffen müssen Kanus, als kleinste Teilnehmer der Wasserstraße, Vorfahrt gewähren und unbedingt rechtzeitig ausweichen. Da alle anderen Schiffe Vorfahrt haben, fährt man am besten auf der rechten oder linken Flussseite und meidet die Fahrrinne. Der anschließende Wellengang ist für Kanuten ein besonderes Vergnügen und problemlos zu bewältigen.

Hinter einer Biegung kommt frühzeitig die Schleuse in Hirschhorn in Sichtweite. Das bedeutet, mit Schwung die linke Seite der Umtrage- stelle ansteuern, alle Mann/Frau aussteigen und das Kanu am besten mit derBootsschleppe auf die andere Seite befördern.

Mit vereinten Kräften lässt sich das Umtragen problemlos bewältigen und bereits kurze Zeit später geht es mit voller Fahrt voraus, vorbei an der Slipanlage Hirschhorn, die sich durch ihren bequemen Aus-/Einstieg auch für eine erholsame Pause zum Vespern und Verschnaufen eignet.

Mit neuer Energie geht es kraftvoll weiter, noch ein letzter Blick auf die imposante Burg, die hoch über dem Städtchen thront und dann gleitet das Kanu erneut durch die landschaftliche Idylle. Ein gleichmäßiges Einstechen der Paddel bringt die Crew zügig voran, wobei das Tempo keine Rolle spielt. Der Eine liebt es beschaulich und möchte die Tour genießen, ein Anderer liebt die sportliche Variante und legt los.

Ein zauberhaftes, fast ein wenig mediterranes Ambiente bietet der Neckarhäuserhof, mit seinen kleinen Häusern, den liebevoll angelegten Gärtchen, dem Yachthafen und der Fähre. Aus nächster Nähe kann man dem Fährmann bei seiner Arbeit zuzuschauen, ohne ihm dabei in die Quere zu kommen, denn die Fähre genießt Vorfahrtsrecht.

Weiter geht es, vorbei an der Neckarsteinacher Schiffswerft und einem fantastischen Blick auf den Dilsberg mit Kommandantenhaus, Burg, Wasserturm und Kirchturm. Kurze Zeit später erreicht man die Schleuse Neckarsteinach, bei der die Umtragestelle ebenfalls auf der linken Seite liegt.

Inzwischen klappt das Umsetzen des ca. 40 kg schweren Canadiers fast schon routiniert und gut gelaunt geht es auf der gegenüberliegende Seite wieder ins Wasser. Die körperliche Anstrengung wird mit einer tollen Aussicht auf die vier Burgen und das lebhafte Treiben am Neckarufer belohnt.

Auf der letzten Etappe trifft man hin und wieder auf die Schiffe der „Weißen Flotte“ mit ihren freundlich winkenden Passagieren und auf Frachtschiffe. Vorbei an den bewaldeten Bergrücken des Neckartals und idyllischen Ufernischen geht es weiter flussabwärts in Richtung Neckargemünd.

Schon von Weitem signalisieren die Holzkonstruktionen des Hochseilgartens das nahende Ziel. An der provisorischen Anlegestelle wartet bereits ein Mitarbeiter vom Kanuverleih und hilft beim Anlegen, Ausladen sowie Aussteigen und zieht das Kanu an Land. Sechs Stunden und 23 traumhaft schöne Kilometer vergehen wie im Flug, ein Abenteuer für Körper, Geist und Seele.

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